20.05.2021 / Dagmersellen / CVP Luzern / Dagmersellen

Mai News CVP Dagmersellen

Am Dienstag, 8. Juni 2021 findet die nächste Parteiversammlung der CVP Dagmersellen um 20.00 Uhr statt. Aufgrund der weiterhin vorherrschenden Einschränkungen aufgrund der Pandemie, haben wir uns entschieden die Parteiversammlung digital durchzuführen.

Am Dienstag, 8. Juni 2021 findet die nächste Parteiversammlung der CVP Dagmersellen um 20.00 Uhr statt. Aufgrund der weiterhin vorherrschenden Einschränkungen aufgrund der Pandemie. Haben wir uns entschieden die Parteiversammlung digital durchzuführen. Die Teilnahme ist über folgenden Link oder QR – Code möglich. Zahlreiche Ortsparteien haben schon so Versammlungen durchgeführt. Diese haben jeweils tiptop funktioniert. Wir würden uns gerne über die aktuellen Geschäfte im Gemeinderat informieren lassen. Neben den Geschäften der Gemeindeversammlung werden die Mitglieder des Gemeinderates über ihre ersten neun Monate im Amt, bzw. die Legislatur berichten.

Per QR - Code

QR_Parteiversammlung_Dagmersellen

Per Link: 

https://zoom.us/j/92144488233?pwd=ak9nbENGYVhJMHB2elJ5WWFDZ3BKdz09

 

Per ZOOM Identifikationsnummer

Meeting-ID: 921 4448 8233

Kenncode: 717580

 

 

2 x Nein zu den extremen Agrarinitiativen

Am 13. Juni 2021 stimmen wir über die Trinkwasser- und die Pestizidverbotsinitiative ab. Die beiden Vorlagen sind extrem und haben massive Auswirkungen auf die Landwirtschaft und die Lebensmittelproduktion. Eine Annahme der Vorlagen hätte für die Dagmerseller Bäuerinnen und Bauern grosse Veränderungen und Unsicherheiten zur Folge.

Die Trinkwasserinitiative fordert, dass Betriebe, die chemisch-synthetische oder natürliche Pflanzenschutzmittel einsetzen oder Futter für ihre Tiere zukaufen, keine Direktzahlungen mehr erhalten.  Die Trinkwasserqualität in der Schweiz ist im weltweiten Vergleich hervorragend. Es lässt sich bedenkenlos trinken und so soll es auch bleiben. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln konnte in der konventionellen Landwirtschaft in den letzten 10 Jahren um 40 % reduziert werden und es muss das Ziel sein, diesen weiter zu reduzieren. Die Forschung und Entwicklung von neuen Technologien wird dies möglich machen. Ein kompletter Verzicht auf Pflanzenschutzmittel hätte aber eine Reduktion der Schweizer Produktion um bis zu 30 % zur Folge. In regnerischen Jahren könnten die Ernteausfälle noch viel höher ausfallen. Bei Spezialkulturen müsste mit Totalausfällen gerechnet werden. Ohne Pflanzenschutzmittel verringert sich auch die Haltbarkeit von Lebensmitteln und die Lagerverluste steigen. Die Folge wären teurere Lebensmittel und mehr Importe.

Die Initiative fordert weiter, dass die Landwirtschaftsbetriebe nur so viele Tiere halten dürfen, wie sie mit dem selbstproduzierten Futter ernähren können. Diese Auflage trifft die Bäuerinnen und Bauern in unserer Region besonders hart. Hühner und Schweine werden vorwiegend mit Getreide und anderen Ackerprodukten ernährt. Viele Betriebe verfügen nicht über ausreichende ackerfähige Flächen. Die wenigsten könnten deshalb ihre Schweine oder Hühner nur mit betriebseigenem Futter ernähren. Die Folge wären leere Ställe oder der Ausstieg aus dem Direktzahlungssystem. Diese Betriebe müssten die ökologischen Mindestanforderungen nicht mehr erfüllen, was genau das Gegenteil von dem zur Folge hätte, was die Initiative will.

Die Pestizidverbotsinitiative will den Einsatz von synthetischen Pestiziden gesamthaft verbieten und es dürften nur noch Lebensmittel importiert werden, die ohne synthetische Pestizide produziert worden sind. Der Selbstversorgungsgrad an Lebensmitteln würde massiv sinken und die Preise für Nahrungsmittel würden markant steigen. Ob im Ausland genügend Lebensmittel mit diesem hohen Standard verfügbar wären, ist fraglich. Es besteht die Gefahr, dass die Ladenregale nicht mehr voll wären. Da auch der Einsatz synthetischer Pestizide in der Verarbeitung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen verboten würde, wären die Auswirkungen auf die Lebensmittelverarbeitung nicht zu unterschätzen. Die Reinigung der Produktionsanlagen und die Lebensmittesicherheit würden erschwert.

Bereits beschlossene neue Verordnungen zur Agrarpolitik werden den Pflanzenschutzeinsatz auch bei Ablehnung der beiden Vorlagen weiter senken und die Landwirtschaft zu mehr Ökologie führen. Die Schweizer Bäuerinnen und Bauern werden diesen Weg mittragen, denn auch sie wollen ein intaktes Ökosystem erhalten, gesunde Nahrungsmittel produzieren und haben grösstes Interesse an sauberem Trinkwasser. Aus diesen Gründen hat die MITTE Schweiz und auch die CVP – Kanton Luzern (Parteivorstand) die Nein-Parole zu den beiden extremen Agrar-Vorlagen beschlossen.

 

Klimaschutz Ja!

Klimaschutz heisst Ja zum revidierten CO2-Gesetz. Alle Sektoren (Gebäude, Industrie, Mobilität, Finanzplatz) handeln gemeinsam. Wer künftig wenig fossile Energie verbraucht, profitiert als Privatperson, Familie oder Firma. Das ist fair, schafft Arbeitsplätze und die Schweiz wird unabhängiger von Erdöl-, Gas- und Kohleimporten. Ein entscheidender Schritt, damit auch die künftigen Generationen eine lebenswerte Zukunft haben.

Umsetzung des Pariser Klimaabkommens und der Energiestrategie 2050

Mit dem CO2-Gesetz liegt ein effizientes und auch umsetzbares Instrument vor, um die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen und die von unserer ehemaligen Bundesrätin Doris Leuthard massgeblich geprägte und im Mai 2017 vom Volk mit einem Ja-Anteil von 58,2% deutlich angenommene Energiestrategie 2050 erfolgreich umzusetzen. Es ist ein gut ausbalancierter Kompromiss, der beinhaltet, was heute politisch, wirtschaftlich und sozial machbar ist.

Griffige und gleichzeitig sozial ausgewogene Lösung

Das CO2-Gesetz beinhaltet griffige Massnahmen, die aber sozial verträglich ausgestaltet sind. Ein Grossteil der Flugverkehr- und Brennstoffabgabe fliesst an die Bürgerinnen und Bürger zurück. Über den Rückverteilungsmechanismus wird beispielsweise 90% der Schweizer Bevölkerung mindestens gleich viel Geld zurückbekommen, wie sie für die Flugticketabgabe ausgibt.

 

Chance für eine nachhaltige Wirtschaft

Ein Teil des neuen Klimafonds ist für Investitionen in klimaschonende Technologien und Innovation vorgesehen. Die einheimische Wertschöpfung und Energieproduktion werden gestärkt. Durch energetische Gebäudesanierungen bleibt das Geld beim Schweizer Gewerbe und fliesst nicht in importiertes Öl und Gas. Das CO2-Gesetz schafft verlässliche und transparente Rahmenbedingungen, zusätzliche Wertschöpfung und erhöht die Arbeitsplatz- und Investitionssicherheit der Wirtschaft.