12.05.2021 / Reiden / Wirtschaft / Badi Reiden

Kostenüberschreitung Sanierung Badi Reiden

Die CVP ist gespannt auf die Untersuchungsergebnisse der „Task Force“ und erwartet, dass der definitive und vollständige Abschlussbericht der Bevölkerung zur Einsichtnahme bereitgestellt wird.

Marianne Schärli, Präsidentin der CVP, hatte kurz nach der Bekanntgabe der Unterfinanzierung für die Sanierung der Badi Reiden gefordert, dass die Umstände untersucht werden sollen. Die Information des Gemeinderates betreffend die Einsetzung einer „Task Force“ und über deren Zusammensetzung erfolgte zeitnah anfangs dieses Jahres. Zusammen mit den Mitgliedern der Parteileitung anerkennt sie die rasch eingeleiteten Massnahmen. Die Leitung der „Task Force“ obliegt Gemeinderätin Vera Schwizer, CVP. Für „unsere“ Gemeinderätin stellt diese Aufgabe eine zusätzliche und zeitaufwändige Belastung dar. Die CVP dankt der Finanzverantwortlichen der Gemeinde für dieses Engagement und wünscht ihr gutes Gelingen.

 

In einer am 6. Mai versandten Medienmitteilung, welche auch den Parteipräsidien zugestellt wurde, nimmt der Gemeinderat (GR) Bezug auf einen Zwischenbericht der „Task Force“. Der darin enthaltene Satz: „Bereits aber sind die Erkenntnisse so eindeutig, dass der Gemeinderat aktiv wird, bevor die definitive Version des Abschlussberichts vorliegt“, lässt alle Alarmglocken klingen. Als erste Konsequenz hat der GR dem Verwaltungsrat (VR) das Vertrauen entzogen. Die drei Mitglieder traten per sofort zurück. Diese erwähnen aber die Rolle von Gemeinderat Bruno Geiser, welche hinterfragt werden soll. Er wurde vom GR in den Steuerungsausschuss delegiert, und er sei, so der VR über alle Kostenentwicklungen laufend orientiert gewesen. So hätte auch der GR laufend orientiert sein müssen. Inzwischen hat sich Architekt Urs Köpfli, Wolhusen, in den Regionalzeitungen dahingehend geäussert: „Ich konnte das nicht mehr verantworten“ – denn er hatte das Mandat im gegenseitigen Einvernehmen mit dem VR zurückgegeben. Urs Köpfli, ein schweizweit anerkannter Spezialist für Neubauten und Sanierungen von Badeanstalten, wehrt sich gegen eine Vorverurteilung, eine ungenügende Planungsgrundlage erstellt zu haben. Vielmehr seien viele Änderungen vorgenommen worden, die dem ursprünglichen Projekt nicht mehr entsprachen.

 

Die CVP ist gespannt auf die Untersuchungsergebnisse der „Task Force“ und erwartet, dass der definitive und vollständige Abschlussbericht der Bevölkerung zur Einsichtnahme bereitgestellt wird. Wurden Fehler gemacht, sollen die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Ob ein Fehlverhalten strafrechtliche und finanzielle Konsequenzen für die die Verantwortlichen haben wird, werden die Erkenntnisse der „Task Force“ aufzeigen. Marianne Schärli ist der Meinung, dass nicht der steuerzahlende Stimmbürger für die zur Kasse gebeten werden soll“.

 

Dass die erweiterten Sanierungsarbeiten des Freibades weitgehend gestoppt wurden, beurteilt die CVP als sinnvollen Entscheid des Gemeinderates. Dank der Öffnung auf die Sommersaison 2021 können endlich wieder die dringendst nötigen Einnahmen generiert werden, sofern die Pandemie COVID-19 dies nicht verhindere, auch wenn das nur im beschränkten Rahmen möglich ist.