18.12.2020 / Emmen / Klima und Umwelt / Fernwärme, Energeiplanung

Interpellation Fernwärmeversorgung Emmen

Mittels Interpellation stellten Patrick Graf und Mitunterzeichnende am 30. Juni 2020 einige Fragen betreffend Umsetzung der Fernwärmeversorgung gemäss kommunaler Energieplanung in Emmen. Die Interpellation wurde vom Gemeinderat beantwortet. In seinem Votum erläutert Einwohnerrat Andreas Roos die Haltung der CVP zum Thema der Interpellation.

Herr Präsident, meine Damen und Herren


Wir stellen fest, dass in der Beantwortung auf alle gestellten Fragen eingegangen wird.


So lesen wir auch, dass die Arbeitsgruppe Energie-Region Luzern einen Leitfaden «Umsetzung Energieplanung» zuhanden der Gemeinden entwickelt hat. Auf dessen Basis wurde das Versorgungsgebiet Seetalplatz umgesetzt. Leider fehlen jetzt der Arbeitsgruppe die Ressourcen, um die Erschliessung mit Fernwärme gezielt voranzutreiben. Und so holt uns immer wieder das gleiche Thema der fehlenden Ressourcen ein. Schade!
Doch welchen Einfluss hat die Gemeinde Emmen? Im Planungs- und Baugesetz des Kantons Luzern §165 Absatz 2 steht: «Im Einzugsgebiet von Fernheizwerken kann die Gemeinde in der Baubewilligung verlangen, dass Neubauten an diese anzuschliessen sind. Der Anschluss kann nur verfügt werden, wenn die Anschluss- und Betriebsgebühren öffentlicher Fernheizwerke oder die Wärmebezugspreise privater Fernheizwerke angemessen sind». Also kann die Gemeinde Emmen sogar über einen Anschluss verfügen.


Die Gemeinde vermittelt heute im Rahmen ihrer Möglichkeiten, namentlich im Fall von übergeordneten Planungen wie Bebauungsplänen, über einen Anschluss an die Fernwärme. Aber auch hier muss bei jeder Ausgangslage eine möglichst effiziente Ersterschliessung, welche sich auch ökonomisch rechnen lässt, gefunden werden, was absolut sinnvoll ist.


Die Gemeinde Emmen sieht den Einfluss für neue Anschlüsse ans Fernwärmenetz im Moment am ehesten bei Gestaltungs-, Bebauungs- und Sondernutzungsplänen sowie Arealentwicklungen als sinnvoll. Dort wird aktiv auf den Anschluss hingearbeitet. Im übrigen Gebiet liegt die Verantwortung für neue Akquisitionen bei der Fernwärme Luzern AG.


Aus Sicht der CVP ist hier die Gemeinde Emmen mit der Fernwärme AG auf dem richtigen Weg. So konnte doch ein Vertragsabschluss mit der Armasuisse für die Wärmeversorgung der Seite Rüeggisingen unterzeichnet werden.


LuzernPlus (resp. die regionale Energiekommission) erarbeitet zurzeit ein Beratungs- und Kommunikationskonzept zur Förderung des gegenseitigen Erfahrungsaustausches und insbesondere zur Beratung und Begleitung der Gemeinden bei der Umsetzung des Energierichtplanes.
Wir haben zudem noch die Möglichkeit, im Rahmen der Ortsplanungsrevision Gebiete mit Anschlusspflicht oder Gebiete mit erhöhten Anforderungen an den Energieträgermix zu definieren. So hat der Einwohnerrat politisch noch ein Instrument der Mitwirkung. Die CVP dankt dem Gemeinderat für die sehr gute Beantwortung der Interpellation.

In Namen der CVP/JCVP-Fraktion