01.07.2020 / Emmen / Mobilität und Verkehr / Langsamverkehr, Sicherheit, Veloverkehr

Radstreifen Autobahnanschluss Emmen-Nord

Votum von Einwohnerrat Andreas Roos zum Geschäft "13/20 Postulats Andreas Roos und Mitunterzeichnende namens der CVP Fraktion vom 12. März 2020 betreffend Sofortmassnahmen Radstreifen Autobahnanschluss Emmen Nord / Rothenburgstrasse" anlässlich der Einwohnerratssitzung vom 30. Juni 2020. Das Postulat wurde vom Einwohnerat an den Gemeinderat überwiesen.

Frau Präsidentin, meine Damen und Herren


Die CVP dankt dem Gemeinderat für die Beantwortung und Entgegennahme des Postulats.


In seiner Beantwortung hält der Gemeinderat fest, dass er den Unmut der Postulanten nachvollziehen kann. Die Verkehrsführung ist für alle Radfahrenden eine grosse Herausforderung infolge fehlender Markierungen und der Separation der Fahrspuren. Der Gemeinderat setzte sich bereits wiederholt für die Erhöhung der Sicherheit der Radfahrenden z.B. auf der Brücke des Autobahnanschlusses Emmen Nord ein. In allen Besprechungen mit dem vif (Dienststelle Verkehr und Infrastruktur Kanton Luzern), machte er auf die schwierigen Zustände für Fussgänger und Radfahrer aufmerksam.


Also, selbst der Gemeinderat bemängelt die ungenügende Gewährleistung der notwendigen Sicherheit. Und nicht genug, er intervenierte beim vif (Dienststelle Verkehr und Infrastruktur Kanton Luzern) und machte diese explizit auf Sicherheitslücken aufmerksam.
Und was ist geschehen? NICHTS! Da frage ich mich doch, «werden wir denn in Emmen überhaupt vom vif gehört oder nur angehört oder sogar belächelt»?


Was muss passieren bis etwas umgesetzt wird – und endlich das Sicherheitsrisiko verringert wird? Wenigstens eine kleine Massnahme für die Radfahrer wäre ein erster Schritt. Als ER und Bürger im oberen Teil von Emmenbrücke werde ich sehr oft auf diesen Missstand angesprochen und kann nur zuschauen mit der Hoffnung, dass nichts Schlimmes passiert.

Dies kann und will ich nicht mehr akzeptieren!


Fazit: nach etlichen politischen Vorstössen, Aufforderung durch den Gemeinderat, Initiativen des Quartiervereins Bösfeld-Kapf und den Missstand durch die öV Kommission bekanntgegeben, sollte das vif doch unter einem sehr hohen Druck stehen und handeln, so sollte man meinen!


Aber es herrscht Stille seitens des Kantons und wir werden auf das Jahr 2027 vertröstet oder realistisch doch erst 2029. Muss wirklich zuerst ein tragischer Unfall mit evtl. tödlichem Ausgang geschehen, bis der Kanton reagiert! Wird so der Souverän, die Bevölkerung der Gemeinde Emmen vom Kanton wahrgenommen?


Ich bitte jetzt schon alle Fraktionen um eine einstimmige Entgegennahme des Postulates für ein nächstes, klares Zeichen gegenüber dem Kanton zu setzen und bedanke mich bei Ihnen dafür herzlichst.


Erteilen wir dem Gemeinderat diesen Auftrag und senden damit dem vif eine klare Botschaft, dass Sofortmassnahmen zur sicheren Verkehrsführung für die Radfahrenden erneut diskutiert und eingefordert werden können.