24.10.2019 / Kanton Luzern / CVP Luzern

Durchbruch in der Luzerner Verkehrspolitik

Mit dem heute vorgestellten Vorgehen nimmt die Luzerner Regierung Abstand vom Projekt Spange Nord. Sie favorisiert eine neue Lösung unter Berücksichtigung der Aspekte Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft. Die CVP Kanton Luzern begrüsst die auch von uns geforderte vertiefte Abklärung von neuen Lösungsmöglichkeiten.

Unter dem Titel „Spange Nord“ wurde ein Projekt für eine neue städtische Hauptverkehrsachse zur Entlastung des Zentrums und zur Verbesserung des öffentlichen Verkehrs im Zentrum geplant. Zusammen mit dem Projekt Bypass Luzern und mit den Massnahmen für den ÖV war dies ein Schlüsselelement der regionalen Verkehrspolitik. Mit dem Planungskredit hat der Luzerner Kantonsrat die Überprüfung des Projekts „Spange Nord“ gefordert. Insbesondere solle das Projekt im Hinblick auf die Aspekte Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft nochmals überprüft werden, so die Forderung des Kantonsrates. Auch die aktuelle Linienführung und die Abhängigkeit zum Gesamtsystem Bypass sollen nochmals aufgezeigt werden.

Mit dem heutigen Bericht legt der Regierungsrat die Resultate der Kosten-Nutzen-Analyse sowie der Wirksamkeits-Nutzen-Analyse vor. Die Resultate zeigen, dass der geforderte Prüfauftrag des Parlaments durch die Regierung umgesetzt wurde. Die CVP Kanton Luzern dankt für die ernsthafte Auseinandersetzung in dieser Thematik.

Die CVP Kanton Luzern wird in einem nächsten Schritt die favorisierte Lösung näher prüfen. Dabei sind die Aspekte Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft die Leitlinie für die weitere Unterstützung des Projekts. Grundsätzlich wird der Verzicht auf die bisherige Lösung zur Spange Nord begrüsst. Allerdings müssen die fehlenden durchgehenden Buslinien schon heute kritisch beurteilt werden. Positiv nimmt die CVP zur Kenntnis, dass mit dem neuen Projekt eine deutliche Entlastung Baselstrasse, Kreuzstutz und Seetalplatz erfolgt.

Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie die Erreichbarkeit der Quartiere im Osten Luzerns und der Agglomeration im Rontal ohne Spange sichergestellt wird. Für uns ist wichtig, dass das Stadtzentrum auch ohne Spange Nord vom motorisierten Individualverkehr tatsächlich entlastet und Raum für den öffentlichen Verkehr und Langsamverkehr geschaffen werden kann.

Die CVP Kanton Luzern wird die nächsten Schritte ergebnisoffen und konstruktiv mitgestalten. Sie begrüsst, dass bis zur Vorlage des Planungsberichts keine weiteren Planungen mehr ausgelöst werden.

Das neue Projekt ist ein interessanter Ansatz, welcher die politische Diskussion entschärft. Die Erreichbarkeit und Mobilität der Agglomeration steht für die CVP Kanton Luzern im Zentrum aller Lösungsvorschläge.

Die CVP Kanton Luzern dankt der Regierung für die vertiefte Analyse in den nächsten Wochen aufgrund der verschiedenen Ansprüche und Zielsetzungen.

 

Auskunft:        Adrian Nussbaum, Fraktionschef CVP: 078 623 49 34