05.07.2019 / Kanton Luzern / CVP Luzern

«Luzern wird nichts geschenkt»

andrea

Im Gespräch mit «CVP aktuell» blickt Ständeratskandidatin Andrea Gmür noch einmal auf die spannende Nominationsversammlung Ende Januar in Sursee zurück. Und Sie sagt, welche Positionen ihr besonders am Herzen liegen.

Andrea Gmür, Sie gelten als dossiersicher, fundiert und konsequent. Stimmt’s?

Das müssen Sie meine Kolleginnen und Kollegen im Parlament fragen. Aber ja, ich investiere viel Zeit ins Studium unserer Parlamentsgeschäfte. Ich will ein Thema verstehen und die Argumente kennen, bevor ich eine Meinung dazu vertrete. Die besseren Argumente helfen dann auch, Mehrheiten zu finden.

 

Sie sind seit 2015 im Nationalrat. Sie haben sich schnell Respekt und Einfluss erarbeitet. Sie galten gar als potenzielle Nachfolgerin von Bundesrätin Doris Leuthard.

Natürlich hat es mich gefreut, dass man mir dieses Amt zugetraut hat. Gerade auch, weil man als Bildungspolitikerin nicht regelmässig im medialen Scheinwerferlicht steht. Mir war aber klar, dass ich weiterhin im Parlament und nicht in der Exekutive politisieren möchte. Deshalb habe ich mich für die Nachfolge von Ständerat Konrad Graber beworben.

 

Was geklappt hat. Die Delegierten haben Sie als Ständeratskandidatin nominiert. Wie erinnern Sie sich an die Versammlung vom 29. Januar?

Es war eine eindrückliche Versammlung. Mit über 600 Delegierten und Gästen, spannend bis zum Schluss. An diesem Abend spürte und erlebte man die einzigartige Kraft der Luzerner CVP. Ich bin dankbar, dass mir die Delegierten ihr Vertrauen geschenkt haben. Und ich hoffe, dass die Dynamik eine orange Mobilisierungswelle für die Herbstwahlen auslöst!

 

Welche Positionen wollen Sie im Ständerat vertreten?

Ich nenne drei Bereiche, die mir am Herzen liegen: Bildung, soziale Marktwirtschaft und Luzern. Ein erstklassiges Bildungsangebot ist mir wichtig. Alle Kinder und Jugendlichen sollen eine Ausbildung machen können, die ihren Fähigkeiten entspricht. Eine KV- oder Metzgerlehre ist genauso wertvoll wie ein Studium an der ETH. Für die Wirtschaft müssen wir möglichst ideale Rahmenbedingungen schaffen. Nur starke Unternehmen können Nachwuchs ausbilden, Arbeitsplätze schaffen, mittels Steuern den Staat tragen helfen und unsere Sozialwerke mitfinanzieren.

 

Und drittens: Luzern.

Dem Kanton Luzern wird nichts geschenkt. Wir müssen für unsere Anliegen kämpfen – ob beim Nationalen Finanzausgleich oder in der Verkehrspolitik. Das Parlament hat in der Sommersession wichtige Weichen für den Durchgangsbahnhof und den Bypass gestellt. Ich möchte die weitsichtige Arbeit von Konrad Graber weiterführen.

 

Die Partei hat entschieden, dass Sie sowohl für den Ständerat als auch für den Nationalrat kandidieren. Wie stehen Sie dazu?

Wir haben eine ausserordentliche Situation: Der Kanton Luzern verliert einen Nationalratssitz. In allen Parteien und Kantonen, in denen bisherige Nationalräte in den Ständerat wechseln möchten, treten diese auf beiden Listen an. Erfahrungsgemäss holen bisherige Amtsinhaber in der Regel mehr Stimmen als Neukandidierende. Eine Doppelkandidatur auf der National- und auf der Ständeratsliste hilft der CVP, den dritten Sitz im Nationalrat zu verteidigen. Insofern stelle ich mich gerne in den Dienst der Partei.