27.01.2019 / Emmen / Mobilität und Verkehr / Regioexpress, Haltestelle, Rothenburg

RE‐Halt Rothenburg

Postulat betreffend RE‐Halt Rothenburg Dorf ab Fahrplan 2021/2022 von Einwohnerrat Andreas Roos.

I.     Ausgangslage

An der Einwohnerratssitzung vom 22. März 2016 wurde das Postulat 01/16 namens der CVP Fraktion betreffend zusätzlichem Halteangebot des „Regio-Express“ in Rothenburg-Dorf und Konzept zur Verkehrslenkung bei den Bushaltestellen Rothenburg-Dorf und Bösfeld einstimmig vollumfänglich überwiesen. Der Gemeinderat Josef Schmidli sagte klar, dass er sich für das Anliegen im oberen Teil Emmens voll einsetze.

Am 5. Juni 2018 hat der Verkehrsbund Luzern (VVL) die Gemeinde Emmen über die Möglichkeit informiert, dass per Fahrplan 2021/2022 der RE Luzern‒Olten in Rothenburg oder Rothenburg Dorf einen Halt einlegen kann. Dies wird möglich, weil ab jenem Zeitpunkt die S29 Turgi‒Aarau‒Olten‒Zofingen‒ Sursee halbstündlich zwischen Turgi und Zofingen verkehrt (stündlich weiter bis Sursee in der Lage der heutigen S8). Dadurch wird der heutige RE‐Halt Aarburg‐Oftringen entfallen und die zur Verfügung stehende Zeit kann für den angestrebten zusätzlichen RE‐Halt im Raum Rothenburg verwendet werden. Der Verkehrs-verbund Luzern (VVL) favorisiert hingegen zurzeit einen Halt in Rothenburg (Station).

II.     Forderung

Der Gemeinderat Emmen soll sich für den RE-Halt in Rothenburg-Dorf einsetzen.

III.    Begründung

Der RE Luzern-Olten soll in Zukunft auf einen Halbstundentakt verdichtet werden. Gerade dieser RE-Halt ermöglicht auch für den oberen Emmer Gemeindeteil einen ¼-Stundentakt nach Luzern. Durch die Ankunft um xx.55 und Abfahrt um xx.05 ermöglicht der RE die Anbindung an den Taktknoten um xx.00/xx.30 und somit eine Verbesserung zahlreicher Anschlüsse z.B. nach Zürich oder Ob- und Nidwalden. Weiter ist der ¼-Stundentakt auch in Richtung Sursee und Olten von grossem Interesse. Dieser Halt bringt auch die gewünschte Entlastung der S1, welche heute während den Stosszeiten bereits stark ausgelastet ist. Im Einzugsgebiet des Bahnhofs Rothenburg-Dorf leben 9'543 Einwohnerinnen und es arbeiten 1'679 Beschäftigte, was zusammen 11'222 Raumnutzerinnen entspricht. Im Umkreis des Bahnhofs Rothenburg (Station) 328 Einwohnerinnen und 2'862 Beschäftigte, also 3'190 Raumnutzerinnen. Im Umkreis des Bahnhofs Rothenburg Dorf ist folglich ein 3,5 mal grösseres Potential vorhanden. Des Weiteren verkehren die Buslinien 50/51/52 ab Rothenburg Dorf durchgehend im Viertelstundentakt, im Gegensatz zur Buslinie 60 ab Rothenburg Station, welche nur während der HVZ im Halbstundentakt verkehrt. Ein Halt in Rothenburg Dorf kann somit durchgehend einen Anschluss auf die Buslinie 50/51/52 ermöglichen. Dies führt zu einer Harmonisierung der Reiseketten nach Rothenburg/Rain und ins Michelsamt.

Durch die Verschiebung der Realisierung des Durchgangsbahnhofes ist der Halt des RE in Rothenburg Dorf mittelfristig die einzige Möglichkeit, den ¼-Stundentakt nach Luzern auf das obere Emmer Gemeindegebiet auszuweiten. Daher muss diese Chance unbedingt ergriffen werden.

Im Namen der CVP/JCVP-Fraktion und Mitunterzeichnende