27.01.2019 / Kanton Luzern / CVP Luzern

JCVP Kanton Luzern fühlt Ständeratskandidierenden auf den Zahn

Am Donnerstag 24. Januar, knapp eine halbe Woche vor der entscheidenden Delegiertenversammlung, stellten sich die drei Kandidierenden der CVP für den freiwerdenden Ständeratssitz im Rahmen eines Hearings den kritischen Fragen ihrer Jungpartei. Im Hotel Ambassador in Luzern wurden Andrea Gmür, Ludwig Peyer und Yvonne Hunkeler von Alessio Levis interviewt.

24.01.2019 JCVP

 

Ja oder Nein

Um die drei Protagonisten etwas aus der Reserve zu locken bombardierte Levis sie nach einer kurzen Vorstellungsrunde im Einzelverhör mit Kurzfragen, die nur mit «Ja» oder «Nein» beantwortet werden durften. In weiten Teilen entsprachen sich die Kandidierenden. Auffällig war die Ablehnung der Cannabis-Legalisierung durch Ludwig Peyer, während beide Frauen für einen liberaleren Umgang mit der Substanz plädierten. Hunkeler überraschte mit der Zustimmung zur Offenlegung der Parteienfinanzierung, die sie mit ihren beruflichen Erfahrungen begründete; wenn Transparenz gefordert wird, sei es nie gut, sich dagegen zu wehren. Andrea Gmür wich bezüglich des Migrationspakts von ihren Mitbewerbern ab. Sie lehnt diesen ab, weil sie nicht der Meinung ist, dass dieser eine Verbesserung der Situation bringen würde.

Er, sie oder ich

Zur Auflockerung erhielt jeder der Kandidierenden drei Bilder mit den Konterfeis der drei. Die mehr oder weniger ernst gemeinten Fragen mussten gleichzeitig mit dem zeigen eines der drei Fotos beantwortet werden. Dies führe bei praktisch jeder der Fragen zu grossem Schmunzeln. Die gelockerte Stimmung zog sich anschliessend bis zum Ende der Diskussion weiter und man hatte das Gefühl, die Antworten wurden spontaner.

Offene Fragen

Zum Schluss stellten sich die drei Protagonisten den Fragen des Publikums. Themen wie Partikularinteressen von Bundesparlamentariern, der allgemeine Bürgerdienst oder der Vaterschaftsurlaub wurden rege diskutiert. Eine spannende Diskussion eröffnete sich in Bezug zur «Ehe für alle». Alle drei Kandidierenden befürworten eine solche Anpassung des Schweizer Rechts. In der heutigen modernen Gesellschaft können und wollen sie nicht mehr zwischen den verschiedenen Konstellationen einer Beziehung werten. Auch die Beobachtung der jüngeren Generation habe ihnen gezeigt, dass eine «Ehe für alle» gar keine Fragezeichen mehr offen lasse. Gmür, Peyer und Hunkeler sind sich zudem einig, dass die Ehe auch automatisch das Adoptionsrecht beinhalte.

Das Fazit der JCVP

Nach dem spannenden Abend mit vielfältigen Diskussionen war eine Entscheidung für einen der drei Kandidierenden nicht eindeutig möglich. Die drei Kandidierenden schlugen sich einwandfrei und waren allesamt sehr authentisch und offen. Man war sich einig, dass der CVP Kanton Luzern an der Delegiertenversammlung vom 29. Januar 2019 drei super Persönlichkeiten als Ständeratskandidierende zur Wahl stehen. Die JCVP Kanton Luzern empfiehlt alle drei Kandidierenden zur Wahl.

Autor

Elias Meier
Oberkirch

Präsident JCVP Kanton Luzern,
Mitglied Parteileitung CVP Wahlkreis Sursee,
Mitglied Parteileitung JCVP Wahlkreis Sursee,
Mitglied Parteileitung CVP Oberkirch

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