24.01.2019 / Ebikon / Wirtschaft

CVP Ebikon klar gegen Bebauungsplan «Weichle»

Die CVP Ebikon ist klar gegen die Bau- und Zonenplanänderung sowie den Bebauungsplan Weichle (Projekt Qube). Nach heftiger und kontroverser Diskussion lehnte die Parteiversammlung vom 21. Januar 2019 mit 25 zu 19 Stimmen das Geschäft ab, das am 10. Februar zur Abstimmung kommt.

bb. Gegen 50 CVP-Mitglieder hatten sich in der Höchweid eingefunden, um über den auch innerhalb der Ortspartei sehr umstrittenen Bebauungsplan Weichle zu diskutieren und einen Entscheid zu fällen. Einleitend informierten Gemeindepräsident Daniel Gasser sowie Gemeinderat Hans Peter Bienz über die Bauvorlage und deren Vorgeschichte. Daniel Gasser gab dabei auch seiner Enttäuschung Ausdruck, dass es in den letzten Wochen teilweise zu sehr unsachlichen und polemischen Vorwürfen gegenüber dem Gemeinderat gekommen sei.

Anschliessend äusserte sich zuerst Pro-Referent Kurt Steiner zur Vorlage: Beim Weichle-Projekt gehe es um eine «qualitative Entwicklung am richtigen Ort und mit der richtigen Partnerin,» meinte Kurt Steiner. Das Projekt werte das Höfliquartier und die Gegend rund um den Bahnhof auf, bringe weniger Verkehr als der frühere der M-Park und die Landi und spüle auch rund 3.5 Mio. Franken in die Gemeindekasse. Dank des geplanten Hochhauses sei es zudem möglich, grosse öffentliche Freiräume im neuen Quartier zu schaffen.

Dem hielt Kontra-Referent Franz Mattmann entgegen, dass Ebikon dieses Projekt «Qube» nicht brauche, auch nicht ein Hochhaus als weiteres Wahrzeichen. Es gebe gute Alternativen zur Einzonung. Das Projekt sei ein «Mahnmal der Überverdichtung», geplant von weitgereisten, aber mit Ebikon kaum vertrauten Architekten. Auch der Mehrwert-Ertrag von 3.5 Mio. bezeichnete Mattmann als «mangelhaft». Was Ebikon heute vielmehr brauche, sei Gewerbeland an guter Lage.

In der anschliessenden, heftig geführten Diskussion schienen die Meinungen unter den Anwesenden gemacht. Nach rund einer halben  Stunde schritt man deshalb bereits zur Abstimmung: 19 Anwesende votierten für die Teilzonenplanänderung sowie den Bebauungsplan Weichle, 25 dagegen, 3 enthielten sich der Stimme.

Diskussionslos genehmigte die Versammlung schliesslich einstimmig die Erweiterung des Parteipräsidiums um zwei Personen – Elisabeth Schubiger und Sereina Winterberg – sowie die redaktionelle Anpassung der Gemeindeordnung, über die ebenfalls am 10. Februar abgestimmt wird. Co-Präsident Alex Fischer stellte kurz die Wahlkampagne der Ortspartei für die Kantonsratswahlen vom 31. März vor. Nachdem noch Sereina Winterberg als Kandidatin hinzugestossen ist, präsentiert die CVP Ebikon ein Fünferticket: Alex Fischer, Patrick Widmer, Claudia Mehr, Daniel Gasser (alle CVP) und Sereina Winterberg (JCVP). Das Wunschziel sei, sagte Fischer, einen zweiten Kantonsratssitz für Ebikon zu holen.

Weitere Informationen zum Anlass erhalten Sie von CVP-Co-Präsident:

Alex Fischer 079 407 18 72