04.12.2018 / Wahlkreis Willisau / CVP Luzern / Kantonsratswahlen

CVP will achten Sitz zurückerobern

Kandidierende_CVP_WKW

Die CVP Wahlkreis Willisau nominierte an ihrer Delegiertenversammlung in Fischbach ihre Kandidierenden für die Kantonsratswahlen 2019. Ziel sind acht Sitze.

Schlüsselbund, Sackmesser oder doch lieber Schoggi? An der Delegiertenversammlung der CVP Wahlkreis Willisau in der Mehrzweckhalle Fischbach hatten die zehn Kandidierenden für die Kantonsratswahlen 2019 die Qual der Wahl. Denn Moderatorin Astrid Bossert Meier fühlte ihnen auf unkonventionelle Art und Weise auf den Zahn: Sie mussten sich zwischen zwei Gegenständen entscheiden und begründen, weshalb sie diese Wahl getroffen hatten. In zwei Vorstellungsrunden konnten sich die fünf Bisherigen und fünf Neuen präsentieren und die Fragen der Moderatorin beantworten.

Zuvor hatte CVP-Wahlkreis-Präsidentin Marlis Roos Willi 92 Delegierte und viele Gäste begrüsst, die an diesem Abend nach Fischbach gekommen waren, darunter die Nationalrätinnen Ida Glanzmann und Andrea Gmür, Regierungsrat Guido Graf sowie Kantonalpräsident Christian Ineichen. In einer von der CVP-Ortspartei Fischbach unter der OK-Leitung von Eliane Graber perfekt organisierten Versammlung wechselten sich offizielle Traktanden mit einem bestens mundenden Nachtessen und gelungener Unterhaltung ab.

Das Ziel: Acht Sitze

Marlis Roos Willi liess keinen Zweifel am Ziel für die Wahlen 2019: Die CVP will im Wahlkreis Willisau den achten Sitz zurückerobern. Damit dies gelingt, braucht es gut qualifizierte und bestens ausgewiesene Politikerinnen und Politiker – und darüber verfügt die CVP im Wahlkreis Willisau. Mit Urs Marti (Zell), Ludwig Peyer (Willisau), Thomas Grüter (St. Urban), Inge Lichtsteiner (Egolzwil) und Michael Kurmann (Dagmersellen) treten fünf bisherige Kantonsräte an, die sachlich und versiert für eine vernünftige Politik der Mitte einstehen. Auch die Neukandidierenden zeichnet viel politische Erfahrung aus, zum Beispiel André Aregger aus Ufhusen, der von 2013 bis 2015 für den Wahlkreis Sursee im Kantonsrat war, oder Michaela Tschuor, seit sechs Jahren Sozialvorsteherin Wikons und aktuell Gemeindepräsidentin ad interim. Mit Gemeinderat Lukas Lustenberger aus Luthern tritt eine weitere Person mit Exekutiverfahrung an. Und sowohl Ludwig Grüter aus Hergiswil als auch Stefan Schärli aus Menzberg sind in verschiedenen öffentlichen Ämtern tätig oder tätig gewesen.

«animal politique»

Ludwig Peyer tritt nicht nur als Kantonsrat erneut an, er stellt sich auch für die Wahl als Ständerat zur Verfügung. Im Interview mit Astrid Bossert Meier erläuterte er, weshalb er für dieses Amt kandidiert. Peyer gilt als «animal politique», ist bestens vernetzt und verfügt über die Fähigkeit, weit über die Parteigrenzen hinaus tragfähige Lösungen aufbauen zu können. Geehrt wurde an diesem Abend ausserdem eine Person, die für die CVP von 1999 bis 2017 im Kantonsrat war: Franz Wüest aus Ettiswil. Die für ihn völlig überraschende Laudatio verdankte er mit einer humorigen, kurzen Rede, die für viel Schmunzeln im Saal sorgte.

Die Versammelten stimmten der Nomination der zehn Kandidierenden mit grossem Applaus zu. Ebenfalls wurde die Wahlkreispartei ermächtigt, Nachnominationen vornehmen und eine Listenverbindung mit der JCVP eingehen zu dürfen. Mit dem Auftritt des Schützenchörlis Fischbach und dem Duo Anita und Maik, das mit seiner Glockenmusik den Saal begeisterte, endete ein Politabend, der einen gelungenen Mix von Unterhaltung und klar definierten politischen Zielen in sich vereinte.

Bildlegende

Freuen sich auf den Wahlkampf: Die Kandidierenden der CVP Wahlkreis Willisau, hinten (alle von links): Urs Marti, Stefan Schärli, Michael Kurmann; mittlere Reihe: Lukas Lustenberger, Ludwig Grüter und Ludwig Peyer; vorne: Thomas Grüter, Michaela Tschuor, Inge Lichtsteiner und André Aregger.