31.10.2018 / Kanton Luzern / CVP Luzern

Gefahr für Luzerner Exportbetriebe

Die Selbstbestimmungs-Initiative ist aus wirtschaftlicher Sicht ein «Spiel mit dem Feuer». Die Initiative würde vielen Luzerner KMU mit exportabhängigen Arbeitsplätzen schaden. Die Arbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Gesellschaft (AWG) sagt deshalb Nein zur Selbstbestimmungs-Initiative.

Die netten Plakate der SVP für ihre Selbstbestimmungs-Initiative vernebeln den Blick auf den brandgefährlichen Inhalt», sagt Josef Wyss, Präsident der AWG Luzern.

Viele Luzerner KMU im Export tätig

Die Schweizer Volkswirtschaft verdient jeden zweiten Franken im Ausland. Was für das Land gilt, trifft auch für den Kanton Luzern zu. Dabei geht es nicht nur um die globalen Player wie Schindler, Komax oder Schurter. «Es gibt mehr mittlere und kleine Luzerner Betriebe als man denkt, die einen schönen Teil ihres Geldes im Export verdienen», sagt Wyss. Die kleinen Exportbetriebe seien genauso wie die globalen Player auf eine offene, international vernetze Volkswirtschaft angewiesen. Dazu gehören rund 600 Abkommen, die für die Wirtschaft relevant sind. Sie sichern den Unternehmen den Zugang zu wichtigen Absatzmärkten und den Schutz der eigenen Interessen. Die Selbstbestimmungs-Initiative würde die heute stabile Grundlage für die Exportnation Schweiz ohne Anlass aufs Spiel setzen.

Es geht auch um Menschenrechte

Unter ihrem Slogan «Anständig wirtschaften» geht es der AWG Luzern auch um gesellschaftliche Verantwortung. Hier setzt AWG-Vorstandsmitglied und Nationalrätin Ida Glanzmann-Hunkeler an: «Die Selbstbestimmungs-Initiative ist ein Frontalangriff auf die Menschenrechte.» Es wäre ein Kollateralschaden, wenn die Schweiz mit ihrer grossartigen humanitären Tradition durch diese Initiative gezwungen würde, aus der Europäischen Menschenrechtskonvention auszutreten. «Die Europäische Menschenrechtskonvention ist ein Plädoyer für Gerechtigkeit gegen aussen, wie auch eine Rückversicherungen für Jede und Jeden von uns».

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AWG Kanton Luzern

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