14.10.2018 / Dagmersellen / CVP Luzern

Michael Kurmann kandidiert für die nächste Legislatur als Kantonsrat

Im Gespräch mit Alt-Kantonsrätin Marie-Theres Knüsel Kronenberg äussert sich Kantonsrat Michael Kurmann zur Arbeit im Parlament, den wichtigsten Geschäften seiner bisherigen Tätigkeit und seine Zukunftsabsichten.

Marie-Theres Knüsel Kronenberg (MTK): Michael, nach dem guten Abschneiden bei den Wahlen 2015 konntest du im Juni 2017 in den Kantonsrat nachrücken. Die Gemeinde und Region nimmt dich als ak-tiven Parlamentarier wahr. Wie ist dir der Einstieg gelungen?

 

Die CVP stellt mit 38 von 120 Mitgliedern die grösste Fraktion im Kantonsrat. In einer so grossen Fraktion fällt der Einstieg leicht, da man sich zu jedem Sachthema an die entsprechenden „Spezialis-ten“ innerhalb der CVP wenden kann. In der CVP-Fraktion bin ich deutlich das jüngste Mitglied. Ich wurde gut aufgenommen und fühle mich wohl.

 

MTK: Welches sind deine wichtigsten Erfahrungen aus den letzten eineinhalb Jahren?

Die Frage kann ich in einem persönlichen und politischen Teil beantworten. Das erste Jahr würde ich als Lehrjahr bezeichnen. Es galt den Parlamentsbetrieb, die Prozesse und Abläufe kennen zu lernen. Zudem musste ich in Erfahrung bringen, welche zuständigen Personen in der Verwaltung bei jeweili-gen Anliegen zu kontaktieren sind. Auch lernte ich die Parlamentarierinnen und Parlamentarier der anderen Parteien kennen und konnte herausfinden, was deren Spezialgebiete und Interessen sind. Das ist wichtig, da man für unterschiedliche Anliegen auf die Unterstützung aus anderen Parteien an-gewiesen ist. Ein interessantes Gefäss dazu ist der FC Kantonsrat, bei welchem ich Mitglied bin. Darin sind alle Parteien vertreten und man begegnet sich ausserhalb des Parlamentsbetriebes.

 

Politisch waren die ersten 15 Monate durch den budgetlosen Zustand im Jahr 2017, das Notbudget und die Lockerung der Schuldenbremse zur Erlangung des Budgets 2018 geprägt. Sicherlich spannend in dieser herausfordernden Zeit im Kantonsrat mitwirken zu dürfen; allerdings kann man aus meiner Sicht gerne auf solche Zustände verzichten. Zwangsferien und Kürzungen von Prämienverbilligung sind Massnahmen, welche ich in Zukunft nicht mehr mittragen möchte. Man muss aber auch sagen und zur Kenntnis nehmen, dass grosse Anstrengungen unternommen werden, die finanzielle Situa-tion wieder ins Lot zu bringen. Positiv zu werten ist, dass bei den polizeilichen Leistungen und der Bil-dung in den nächsten Jahren steigende Budgets vorgesehen sind. Man wird aber wohl kaum darum herum kommen, die verschiedenen Steuerarten leicht nach oben zu justieren.

 

MTK: Du bist Mitglied der staatspolitischen Kommission. Die Kommissionsarbeit liegt damit aus-serhalb deiner Fachgebiete. Wie gehst du damit um?

 

Die Einarbeitung in die Geschäfte der staatspolitischen Kommission dauert vielleicht ein wenig län-ger, als in Themen, bei welchen man vom persönlichen Fachwissen profitiert. Sie ist aber auch span-nend. Zwar werden deren Geschäfte nicht so stark in der Öffentlichkeit wahrgenommen, Themen wie zum Beispiel der Vaterschaftsurlaub liegen aber auch mir am Herzen.

 

MTK: Wer immer die regionale Politik verfolgt, erwartet, dass du bei den kommenden Wahlen wieder kandidierst. Hast du dich entschieden?

 

Ich vertrete die Bevölkerung der Region sehr gerne im Kantonsrat und die Arbeit ist spannend und fordernd. Selbstverständlich stelle ich mich zur Nomination durch die Orts- und danach die Wahl-kreispartei wieder zur Verfügung und hoffe somit auf eine Wiederwahl am 31. März 2019. Entschei-den werden aber die Wählerinnen und Wähler.

 

MTK: Welche Ziele steckst du dir für die kommende Legislatur?

 

Die Digitalisierung der Gesellschaft, sei das in Bildung, Gewerbe, Industrie, aber auch im Privaten und im Staat wird uns weiterhin beschäftigen. Wir sind mitten in dieser Transformation. Sie ist eine Her-ausforderung aber auch eine Chance. Der Kanton kann sich dieser Thematik nicht verschliessen und dazu möchte ich beitragen. Dem Thema Raumplanung und den Herausforderungen der Mobilität möchte ich mich auch gerne vermehrt widmen.

 

Im Namen der CVP-Ortspartei danke ich dir für dieses Gespräch und vor allem für deine Bereitschaft, dich weiterhin für den Kanton Luzern und unsere Region zu engagieren. Wir unterstützen dich gerne. Die Wahlen finden am 31. März 2019 statt. Die vorgängige Nomination durch die CVP-Wahlkreispar- tei ist auf Freitag, 30. November 2018 terminiert. Alle Interessierten sind herzlich willkommen.

 

Für die CVP-Ortspartei:

Marie-Theres Knüsel Kronenberg, alt Kantonsrätin