19.06.2018 / Luzern / Mittelstand und Familie / Dringliche Interpellation

Dringliche Interpellation: Marschhalt im Südpol?

Der Grosse Stadtrat hat am 25. September 2014 von der «Kultur-Agenda 2020. Planungsbericht des Stadtrates. Ziele. Strategie und Massnahmen» zustimmend Kenntnis genommen. Ein wichtiges Element in diesem Planungsbericht war die Erhöhung des Beitrages an den Ver-ein Südpol um 400 Tausend Franken. (Finanziert aus der Erweiterung des Zweckverbandes Grosse Kulturbetriebe). Mittlerweile erhält der Südpol rund 1 Mio. Franken jährlich.

Die Intention der Mehrheit im Stadtparlament war es damals, dem Südpol durch die Aufstockung des bisher knappen Budgets definitiv «zum Fliegen» zu verhelfen.

Mittlerweile sind es 10 Jahre her, seit der Südpol seinen Betrieb aufgenommen hat. Zu feiern gibt es jedoch aktuell wenig. Die Besucherzahlen sind im Jahr 2017 zurückgegangen. Der Vorstand des Vereins Südpol tritt per 5. Juli 2018 geschlossen zurück.

Auf Ende Jahr wird der Subventionsvertrag mit der Stadt neu ausgehandelt werden. Wir bitten den Stadtrat in diesem Zusammenhang um die Beantwortung der folgenden Fragen:

  • Wie beurteilt der Stadtrat die Entwicklung des Südpols seit der Betriebsaufnahme?
  • Was hat sich seit der Erhöhung der Subventionen um 400 Tausend Franken geändert?
  • Hat der Südpol in den Augen des Stadtrates seit der oben genannten Beitragserhöhung wirklich «abgehoben»?
  • Wie beurteilt der Stadtrat die aktuelle Situation in Bezug auf den Rücktritt des gesamten Vorstandes des Vereins Südpol?
  • Würde es aus Sicht der aktuellen Unruhen im Südpol und dessen Umfeld Sinn machen, einen Marschhalt in Bezug auf eine Neu-Positionierung des Südpols zu machen? Falls ja, wie könnte ein solcher Marschhalt aussehen?