27.04.2018 / Kanton Luzern / Klima und Umwelt / Leserbrief

Ein Ja aus Verantwortung gegenüber unseren Kindern

Leserbrief zum Energiegesetz

Als einer, der gerne in die Berge geht, stelle auch ich das Phänomen der schmelzenden Gletscher und der entsprechend grösser werdenden Steinöden in den Alpen fest. Letztes Jahr beschäftigte ein grosser Bergsturz im Bergell – mit Menschenopfern – während Wochen die Medien und die Öffentlichkeit. Extreme Wetterereignisse nehmen zu.

Der Klimawandel ist auch bei uns spürbar. Der Alpenraum reagiert auf den Klimawandel besonders sensibel. Was hat dies mit dem Luzerner Energiegesetz, über das wir demnächst abstimmen, zu tun? Viel, wenig oder gar nichts? – Es ist eine Frage der Betrachtungsweise. Oft heisst es, man könne nichts tun und man müsse den Klimawandel mit „globalen“ und „internationalen“ Massnahmen bekämpfen, aufhalten oder verzögern. Stimmt – aber nur teilweise. Viele kennen den Ausspruch „think global – act local“: Ja, man soll global denken, aber (auch) lokal handeln.

Das neue Luzerner Energiegesetz ist eine „lokale“ oder „regionale“ Antwort auf den erwähnten Klimawandel. Ein machbarer erster Schritt in die richtige Richtung. Wer den Klimawandel ernst nimmt, handelt jetzt und trägt mit einem Ja zum Luzerner Energiegesetz zu einer wichtigen energiepolitischen Weichenstellung für den Kanton Luzern bei. Wir tun das nicht nur für uns, sondern auch für unsere Kinder und Enkelkinder.

Norbert Schmassmann, Kantonsrat CVP, Direktor Verkehrsbetriebe Luzern AG und zweifacher Grossvater