23.02.2018 / Luzern / Wirtschaft / Interpellation

Was geschieht mit dem Grundstück im Littauerboden?

Im Jahr 2013 hat die Stadt Luzern für 9 Millionen Franken ein Grundstück von 18'500 Quadratmetern im Littauerboden gekauft. Damit wollte sie Land erwerben, das für Neuansiedlungen oder die Umsiedlung von Firmen, die in der Kernstadt zu wenig Platz haben, gedacht war. Im Zentrum sollten dafür Flächen für Dienstleistungen, gemischte Nutzungen oder Wohnungen freigespielt werden. Seither ist wenig geschehen - was Fragen aufwirft.

  1. Gemäss dem B+A 15/2013 sollte ein Grundstück erworben werden, das strategisch Sinn macht. Macht das auch heute noch strategisch Sinn?
  2. Die Stadt wollte Firmen aus der Kernstadt ansiedeln, die sich dort nicht entwickeln können. Welche diesbezüglichen Kontakte wurden in der Zwischenzeit gepflegt? Und warum verliefen sie nicht erfolgreich?
  3. Welche Anstrengungen wurden unternommen, um Firmen zu gewinnen, die sich auf diesem Grundstück neu ansiedeln wollen?
  4. In der damaligen Vorlage stand, dass der Littauerboden verkehrstechnisch gut erschlossen ist. Betrifft dies nicht in erster Linie den Privatverkehr? Das ÖV-Angebot scheint, zumindest am Wochenende, nach wie vor sehr bescheiden. 
  5. Der Stadtrat erklärte vor fünf Jahren, dass er allenfalls weitere Grundstücke im Littauerboden erwerben wolle. Besteht diese Absicht weiterhin? Und welche Grundstücke sind gegebenenfalls im Gespräch?
  6. Gilt für den Littauerboden ein Fahrtenmodell? Wenn ja: Ist dies ein Grund, weshalb das Grundstück bisher nicht besser genutzt wurde?
  7. Wie beurteilt der Stadtrat die Entwicklungspläne der Firma Stalder im Littauerboden? Wie wird der zusätzliche Verkehr, der dabei entsteht, bewältigt?
  8. Wie verläuft die Zusammenarbeit zwischen der Baudirektion und der Finanzdirektion in dieser Frage?

 

Albert Schwarzenbach und Roger Sonderegger
namens der CVP-Fraktion