25.09.2017 / Kanton Luzern / Wirtschaft

Postfinance: Wie weiter?

Offener Brief

Aus den heutigen Online Medien kann man erneut eine Hiobsbotschaft entnehmen. Die Postfinance streicht nun auch noch im eigenen profitablen Geschäft Arbeitsstellen. Insbesondere der Abbau der Versandart ist eher fragwürdig, da die Postfinance der Post eine Hauptkompetenz, der Briefversand, verweigert. Man kann sich ja auch gegenseitig zerstören.

Folgende Fragen werfen sich da unweigerlich auf:

  • Wann schiebt die Politik (Bern) diesem zerstörerischen Treiben der Post und Postfinance einen Riegel? (Postfinance gehört zu 100% der Post, welche ja zu 100% dem Bund gehört! Nettogewinn im 2013 der Postfinance à 719 Mio!!!!)
  • Aus Luzern, der sogenannten Wirtschaftsförderung, spürt man überhaupt nichts. Die Schliessung wird einfach so hingenommen. Dies ist nicht die erste Schliessungsanmeldung in dieser Woche! In Horw macht die Firma Edwards Lifesciences dicht, 250 Stellen gehen verloren. Und nun wird in Kriens auch nochmals 74 Stellen der Postfinance abgebaut und die Filiale geschlossen. Die Antwort der Luzerner Wirtschaftsförderung ist eine Farce – Sie bedauert die schlechten Nachricht. Gemäss Interview mit dem Dienststellenleiter reiste man dazu zweimal in die USA. Bravo – nützt den Betroffenen extrem viel. Es ist einfach unglaubwürdig, dass keine klaren Impulse aus diesen teuer bezahlten Dienststellenamt kommt. Eigentlich sollte man pro 100 verlorenen Arbeitsplätze eine Vollzeitdienststelle parallel dazu abbauen!
  • Was sind die politischen Schritte, um weiter Hiobsbotschaften zu vermeiden?

http://www.luzernerzeitung.ch/nachrichten/wirtschaft/postfinance-setzt-den-rotstift-an;art9642,1106614
 

https://www.blick.ch/news/wirtschaft/automatisierung-kostet-jobs-bei-postfinance-ausgerechnet-die-post-bank-will-keine-briefe-mehr-verschicken-id7355015.html