21.12.2015 / Kanton Luzern / CVP Luzern, Wirtschaft

Vorstoss von Roger Zurbriggen, Kantonsrat (Neuenkirch)

Postulat über die Einrichtung eines Forschungsfonds zur Stärkung des Innovationsstandortes Luzern

Wir beantragen, dass der Regierungsrat die Bildung einer Kommission veranlasst. Diese Kommission soll interdisziplinär mit qualifizierten Personen aus der luzerner Wirtschaft, Forschung und Innovationsförderung besetzt sein. Sie soll zuhanden des Regierungsrates ein Konzept (Finanzierungsplan, Antragsbedingungen, Vergabekriterien, Review) für die Einrichtung eines kantonalen (oder zentralschweizerischen) Forschungsfonds erarbeiten.

Begründung
Obwohl der Kanton Luzern im Export von Maschinen und Instrumenten über dem schweizerischen Mittel liegt und damit z.B. im Hightech-Bereich gut aufgestellt ist, zeigen sämtliche Innovationsfaktoren unterdurchschnittliche Rahmenbedingungen (lustat aktuell 2015/04). Diese Faktoren indizieren ein aktuelles Innovationsklima, welches langfristig Auswirkungen haben wird, respektive auch nur langfristig seitens der Wirtschaft und der Politik korrigiert werden kann. Deshalb ist es wichtig, heute Massnahmen zu treffen, die in 5-10 Jahren Wirkung haben werden.
Anfrage A55 hat ergeben, dass es in der ganzen Zentralschweiz keinen Fonds zur Förderung von Forschungskooperationen zwischen KMUs, Hochschulen und Forschungsinstitutionen zwecks Stärkung des Innovationsstandortes gibt.
Die Schaffung eines kantonalen Forschungsfonds ist eine mehrfach innovationsfördernde Massnahme (siehe unten), die seitens der Politik in Kooperation mit der Wirtschaft und den Forschungsinstitutionen schrittweise angegangen werden soll und optional weiter ausgebaut werden kann. Am Beispiel unseres Nachbarkantons (der hinsichtlich seiner KMU-Hochschul-Landschaft ähnlich konstituiert ist) kann gezeigt werden, wie die Schaffung des Forschungsfonds Aargau (www.hightechzentrum.ch) angegangen wurde und wie sich diese Massnahme heute auf mehrfache Weise auswirkt:
1. KMUs können wissenschaftlich-technisches Know-how und personelle Ressourcen von Forschungsinstitutionen für ihre Innovationstätigkeit nutzen.
2. Hochschulen können an marktorientierten KMU-Forschungsprojekten partizipieren und machen ihre Absolventen fit für unseren Innovationsstandort.
3. Forschungskooperationen vernetzen Wirtschaft und Forschungsinstitutionen – ein weiterer Faktor für einen erfolgreichen Innovationsstandort.