08.09.2010 / Malters / CVP Luzern

Parteiversammlung CVP Malters

Informationen zur Änderung der Wahlkreise, die Erweiterung des Sportplatzes Oberei und der Hochwasserschutz an der Kleinen Emme standen auf der Traktandenliste der Parteiversammlung der CVP Malters.

Regierungsrat Guido Graf spricht vor rund 50 Besuchern über die Änderung des Stimmrechtsgesetzes der Wahlkreise, welches am 26. September zur Abstimmung gelangt. Bis jetzt hatten Kandidaten von Wahlkreisen mit wenigen Sitzzahlen einen größeren Stimmenanteil benötigt, um einen Sitz zu gewinnen, wie zum Beispiel ein Kandidat aus dem Entlebuch gegenüber einem Kandidaten aus dem Amt Sursee. Neu würden die Wahlkreise Entlebuch und Willisau rechnerisch zu einem Wahlkreisverbund zusammengeschlossen. Dadurch, dass Wolhusen vom Wahlkreis Sursee zu Entlebuch wechselt wird der Wahlkreis Entlebuch zusätzlich gestärkt. Für den Wähler und die Wählerin ändert aber nichts. Entlebucher wählen Entlebucher und Willisauer wählen weiterhin Willisauer. Guido Graf empfiehlt, wie auch die Delegierten des Kantons Luzern mit 224 : 13 Stimmen, dieser Vorlage zuzustimmen.
Weiter orientiert Regierungsrat Graf kurz über den Stand der Arbeiten in seinem Departement Gesundheit und Soziales, welchem er seit zehn Monaten vorsteht. Zur bevorstehenden Änderung der neuen Pflegefinanzierung ab 2011, ist er sich bewusst, dass auf die Gemeinden große finanzielle Belastungen zukommen.

Projekt Erweiterung Sportanlage Oberei
Gemeindeammann Marcel Lotter erklärt das Vorprojekt für die Erweiterung der Sportanlage Oberei. Xaver Gloggner, Präsident FC Malters, und Ruth Zemp, Mitglied STV Malters, unterstreichen die Wichtigkeit zur Erstellung der geplanten Anlagen für die Vereine. Diese sind mit ihren großen Mitgliederzahlen auf die nötigen Infrastrukturen in der aufstrebenden Gemeinde Malters angewiesen. Hinter diesen Vereinen steckt viel unentgeltliche Arbeit, welche zum großen Teil der Jugendförderung zugute kommt.

Hochwasserschutz und Renaturierung an der Kleinen Emme
Sepp Furrer, Kantonsrat und Albin Schmidhauser, Leiter der Abteilung Naturgefahren vom Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartement erläutern ausführlich die geplanten Hochwasserschutzmassnahmen und die Renaturierung der Kleinen Emme vom Zufluss der Fontanne bis zur Einmündung in die Reuss. Das Bauprojekt, welches bis 2020 umgesetzt werden soll, sieht vor, das enge Gerinne der Emme auf der ganzen Länge von jetzt ca. 30 Metern Durchmesser auf ca. 45 Metern zu verbreitern, die Uferzonen abzuflachen und in stark verbauten Siedlungsgebieten die Ufer zu erhöhen. Dies, um die Siedlungs- und Industriegebiete vor Hochwasser zu schützen. Die Wehre werden so umgebaut, dass auch Fische diese wieder überwinden können. Durch die Verbreiterung der Kleinen Emme bekommt sie Platz für große Hochwasser, der Flusslauf wird wieder für viele Tiere und Pflanzen neuen Lebensraum bieten. In den nächsten zehn Jahren wird aber erst einmal viel gearbeitet. Der Emme werden Wald und auch Kulturland zurückgegeben. Der Hochwasserschutz und die Renaturierung sind eine Chance für unsere Sicherheit und unser Naherholungsgebiet, das auch Opfer von uns allen fordert. Landwirte und die Öffentlichkeit geben Wald und Kulturland ab. Wir alle müssen uns an ein verändertes Bild der Emme gewöhnen und mit Geduld auf die Vernarbung der großen Eingriffe warten.
Parteipräsidentin Lisbeth Furrer ruft zum Schluss die Anwesenden auf, sich an der Politik zu beteiligen, gerade hinsichtlich der bevorstehenden Kantonsratswahlen vom April 2011. Neues ist jeweils über die Internetseite www.cvp-malters.ch zu erfahren.
 

Autor

Kim Strebel